FAQ
Hier sind die häufigsten Fragen und Antworten, strukturiert nach Themen:
Ablauf & Erstkontakt
Ist psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung das Richtige für mich?
Viele Menschen sind vor einem ersten Termin unsicher. Vielleicht kennen Sie Gedanken wie:
- Ist meine Belastung „schlimm genug“?
- Ich weiß nicht, was mich erwartet.
- Eigentlich sollte ich das allein schaffen.
- Es ist ungewohnt, mit einer fremden Person über Persönliches zu sprechen.
- Was, wenn ich nicht verstanden werde?
Solche Gedanken sind völlig normal. Für viele Menschen ist der erste Schritt oft der schwierigste.
Im Erstgespräch geht es zunächst darum, Ihre aktuelle Situation kennenzulernen und gemeinsam zu besprechen, was Sie beschäftigt. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen, Anliegen und Erwartungen und überlegen gemeinsam, welche Form der Unterstützung hilfreich sein kann.
Sie entscheiden dabei selbst, was Sie erzählen möchten und in welchem Tempo. Uns ist wichtig, einen vertrauensvollen Rahmen zu schaffen, in dem Sie sich mit Ihren Anliegen willkommen fühlen.
Wie läuft ein Erstgespräch ab?
Das Erstgespräch dauert in der Regel 50 Minuten. Es dient dem gegenseitigen Kennenlernen und bietet Raum, Ihr Anliegen zu besprechen. Gemeinsam klären wir, was Sie sich wünschen, welche Fragen Sie mitbringen und ob eine weitere Zusammenarbeit stimmig erscheint. Ein Erstgespräch verpflichtet zu nichts. Es ist auch eine Möglichkeit, herauszufinden, ob Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen.
Brauche ich eine Überweisung?
Für ein Erstgespräch benötigen Sie keine ärztliche Überweisung. Für eine mögliche Kostenrückerstattung durch die Krankenkasse ist jedoch vor der zweiten Einheit eine ärztliche Bestätigung erforderlich. Hier der Link zum Formular: ärztliche Bestätigung
Wie lange dauert eine Therapie oder Behandlung?
Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche Anliegen lassen sich bereits in wenigen Gesprächen gut bearbeiten. Andere Themen benötigen mehr Zeit und eine längerfristige Begleitung. Gemeinsam besprechen wir zu Beginn, welche Ziele Sie verfolgen und welcher Rahmen für Ihre Situation sinnvoll erscheint.
Kann ich Termine absagen?
Ja. Vereinbarte Termine können bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei abgesagt werden. Bei kurzfristigeren Absagen oder nicht wahrgenommenen Terminen wird ein Ausfallhonorar verrechnet.
Kosten & Krankenkasse
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Bei psyhelp wird die klinisch-psychologische Behandlung, bei Proges die Psychohterapie einer psychischen Erkrankung vollständig übernommen.
Ansonsten gibt es eine Refundierung durch die Krankenkassen. Dies variiert je nach Krankenkasse.
Mit Stand 03.2026 liegen folgende Tarife für Kostenzuschüsse für eine Einzelbehandlung auf:
- ÖGK (60 Minuten): € 33,70
- SVS (50 Minuten): € 50,00
- BVAEB (50 Minuten): € 50,20
- KFL, KFG, LKUF OÖ (50 Minuten): ca. € 54,00–64,50
Was kostet eine Einheit?
Die Kosten für eine Einheit in der Praxis RaumZwei können unter Rahmenbedingungen nachgelesen werden.
Methoden & Berufsgruppen
Was ist der Unterschied zwischen Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Psychiater:innen?
Alle drei Berufsgruppen unterstützen Menschen bei psychischen Belastungen und Erkrankungen. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausbildung und ihrem Schwerpunkt.
Klinische Psycholog:innen
Klinische Psycholog:innen haben Psychologie studiert und eine zusätzliche postgraduelle Ausbildung in Klinischer Psychologie absolviert. Der Schwerpunkt liegt auf der wissenschaftlich fundierten Diagnostik und Befundung sowie klinisch-psychologischer Behandlung. In der Praxis RaumZwei kommen unterschiedliche psychologische Methoden und standardisierte Testverfahren zum Einsatz, um Beschwerden gezielt zu verstehen und passende Behandlungsschritte abzuleiten.
Psychotherapeut:innen
Psychotherapeut:innen absolvieren eine eigenständige psychotherapeutische Ausbildung in einem bestimmten Therapieverfahren. In der Praxis RaumZwei wird mit Verhaltenstherapie gearbeitet. Die Verhaltenstherapie gibt den methodischen Rahmen der therapeutischen Arbeit vor und beschäftigt sich damit, wie Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster im Laufe des Lebens erlernt wurden, wodurch sie aufrechterhalten werden und wie sie verändert werden können. Ziel ist es, mithilfe konkreter verhaltenstherapeutischer Methoden langfristige Veränderungen sowie Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen.
Psychiater:innen
Psychiater:innen sind Ärzt:innen mit einer Facharztausbildung für Psychiatrie. Der Schwerpunkt liegt auf der medizinischen Diagnostik sowie der medikamentösen Behandlung psychischer Erkrankungen.
Anliegen & Geeignetheit
Muss es mir „schlecht genug“ gehen, um Unterstützung in Anspruch zu nehmen?
Nein. Viele Menschen warten sehr lange, bevor sie sich Unterstützung holen. Oft besteht die Vorstellung, dass man erst dann Hilfe suchen darf, wenn gar nichts mehr geht. Wir sehen das anders.
Psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung kann bereits dann hilfreich sein, wenn etwas belastet, verunsichert oder immer wieder Kraft kostet. Sie müssen nicht erst an Ihre Grenzen kommen, um Unterstützung in Anspruch nehmen zu dürfen. Manchmal ist es gerade ein Zeichen von Selbstfürsorge, sich frühzeitig begleiten zu lassen.
Kann ich Unterstützung in Anspruch nehmen, auch wenn ich keine Diagnose habe?
Ja. Nicht jede Belastung braucht eine Diagnose. Viele Menschen kommen mit Themen wie Stress, Erschöpfung, Entscheidungsschwierigkeiten, Konflikten, Selbstzweifeln oder belastenden Lebenssituationen zu uns.
Vertragen sich Therapie und Medikamente?
Ja. Psychotherapie und klinisch-psychologische Behandlung können sehr gut mit einer medikamentösen Behandlung kombiniert werden. In manchen Situationen kann die zusätzliche Begleitung durch eine:n Psychiater:in sinnvoll und unterstützend sein. Falls dies für Ihre Situation relevant ist, besprechen wir gemeinsam die möglichen nächsten Schritte.
Verschwiegenheit & Vertrauen
Haben die Behandlerinnen Schweigepflicht?
Als Psychologinnen unterliegen wir der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht. Alles, was Sie uns in Gesprächen oder im Rahmen unserer Angebote anvertrauen, behandeln wir streng vertraulich und geben es nicht an Dritte weiter. Uns ist wichtig, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem Sie offen über das sprechen können, was Sie beschäftigt – mit dem Vertrauen, dass Ihre Anliegen bei uns gut aufgehoben sind.
Darf ich über alles sprechen?
Ja, der Raum ist vertraulich. Es gibt keine Themen, die zu klein oder zu „verrückt“ sind.